Beitragsfaktor
Typklassen 2027: Was ändert sich für dein Auto?
Die GDV-Typklassen 2027 umfassen rund 33.000 Automodelle. Viele Fahrzeugtypen erhalten eine andere Haftpflicht-Einstufung, die Mehrheit bleibt unverändert. Deine Typklasse kannst du anhand von HSN und TSN oder über Marke und Modell abfragen.
Dasselbe Auto hat drei Typklassen
Die Typklassen werden getrennt nach Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko geführt. Die GDV-Statistik 2027 verwendet diese Klassenbereiche:
Wie viele Autos erhalten neue Typklassen?
In der Kfz-Haftpflicht werden laut GDV rund 7,4 Millionen Autofahrende höher und rund 5,1 Millionen niedriger eingestuft. Für rund 71 Prozent bleibt die Haftpflicht-Typklasse gleich. In den Kaskoversicherungen ändert sich die Einstufung für die Mehrheit ebenfalls nicht.
Aus der Typklasse allein lässt sich keine Veränderung des Gesamtbeitrags ableiten. Die unverbindliche Statistik können Versicherer bei Neuverträgen und ab dem nächsten Versicherungsjahr bei bestehenden Verträgen berücksichtigen.
Die Einstufung folgt den Schäden des Fahrzeugtyps
Der GDV wertet einmal jährlich die Schadenbilanzen der in Deutschland zugelassenen Automodelle aus. Für die Typklassen 2027 wurden nach GDV-Angaben die Schadenbilanzen der Jahre 2023 bis 2025 betrachtet. Viele Schäden oder hohe Versicherungsleistungen können zu einer höheren Einstufung führen, wenige und günstigere Schäden zu einer niedrigeren.
Bei neuen Modellen fehlen solche mehrjährigen Schadenbilanzen. Dafür können unter anderem Schadenerwartungen vergleichbarer Fahrzeuge herangezogen werden.
Eine niedrigere Typklasse ist kein Preisversprechen
Die Typklasse ist nur eines von mehreren Tarifmerkmalen. Region, Jahresfahrleistung, Fahrer, Schadenfreiheitsklasse, gewünschter Schutz und die Kalkulation des Versicherers wirken ebenfalls auf den Beitrag. Aus einer Umstufung lässt sich deshalb nicht ableiten, wie sich die nächste Rechnung insgesamt verändert.
Die GDV-Einstufung ist für Versicherer unverbindlich
Versicherungsunternehmen können die Typklassenstatistik für Neuverträge und bestehende Verträge verwenden, müssen ihr aber nicht vollständig folgen. Die konkrete Beitragsberechnung bleibt Sache des jeweiligen Versicherers.
Für die richtige Typklasse muss die Fahrzeugvariante stimmen
Motorisierung, Baujahr und weitere Typmerkmale können dazu führen, dass äußerlich ähnliche Modelle unterschiedlich eingestuft sind. Die GDV-Abfrage ermöglicht eine Suche nach dem konkreten Fahrzeug. HSN und TSN aus der Zulassungsbescheinigung helfen dabei, die Variante zu bestimmen.
Fragen zur Typklasse
Ist eine hohe Typklasse automatisch teuer?
Eine höhere Einstufung kann den Beitrag ungünstiger beeinflussen. Der Gesamtpreis ergibt sich aber aus mehreren Merkmalen und der Kalkulation des Versicherers.
Kann sich die Typklasse jedes Jahr ändern?
Ja. Der GDV berechnet die unverbindliche Statistik jährlich neu. Ob und wann ein Versicherer eine neue Einstufung verwendet, hängt vom Vertrag und vom Versicherer ab.
Warum unterscheiden sich Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkasko-Typklasse?
Weil für die drei Systeme unterschiedliche Schadenarten ausgewertet werden. Haftpflicht betrachtet Schäden bei Dritten, Teilkasko die dort versicherten Schadenereignisse und Vollkasko zusätzlich eigene Unfallschäden.
GDV-Quellen zu den Typklassen 2027
Die GDV-Statistik 2027 berücksichtigt Schäden der Jahre 2023 bis 2025. Sie ist für Versicherer unverbindlich; die Beitragsberechnung folgt dem konkreten Vertrag.
Mit dem konkreten Fahrzeug und den eigenen Fahrer- und Vertragsdaten siehst du, welche Beiträge aktuell angeboten werden.
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