Schadenverlauf übernehmen
SF-Klasse übertragen: Wechsel oder andere Person?
Beim normalen Versichererwechsel wird der bisherige Schadenverlauf beim neuen Anbieter abgefragt. Soll dagegen eine andere Person schadenfreie Jahre übernehmen, gelten zusätzliche Bedingungen. Ein fester Beitragsrabatt wird in keinem der beiden Fälle garantiert.
Beim Versichererwechsel wird der Schadenverlauf bestätigt
Beim Wechsel zu einem anderen Unternehmen fragt der neue Versicherer den Schadenverlauf beim bisherigen Anbieter ab. Die SF-Einstufung und der zugehörige Beitragssatz können sich unterscheiden. Besondere Einstufungen und Rabattschutz aus dem alten Vertrag werden nicht automatisch mitgenommen.
SF-Jahre auf eine andere Person übertragen
Will beispielsweise ein Elternteil schadenfreie Jahre an ein Kind abgeben, muss der Versicherer der Übertragung zustimmen. Häufig spielen die bisherige regelmäßige Fahrzeugnutzung, die Beziehung zwischen beiden Personen und die eigene Fahrerfahrung eine Rolle.
Viele Versicherer erkennen höchstens so viele schadenfreie Jahre an, wie die empfangende Person seit Erwerb ihres Führerscheins selbst hätte sammeln können. Die genauen Voraussetzungen stehen in den Bedingungen des jeweiligen Versicherers.
Was verliert die Person, die ihre SF-Jahre abgibt?
Bei einer Übertragung an eine andere Person gibt der bisherige Inhaber den übertragenen Schadenverlauf ab. Eine solche Abgabe lässt sich nach den üblichen Anbieterbedingungen nicht einfach rückgängig machen. Deshalb vorab klären, wie beide Verträge danach eingestuft werden.
Vorher zusammenstellen
- bisheriger Versicherer und Vertragsnummer
- SF-Angaben in Haftpflicht und Vollkasko
- Schadenverlauf
- Führerscheindatum der empfangenden Person
- Beziehung und bisherige Fahrzeugnutzung, soweit der Versicherer danach fragt
Mit welcher SF-Klasse den neuen Beitrag berechnen?
Für den Vergleich zählt, welche schadenfreien Jahre der neue Versicherer anerkennt. Solange eine Übertragung oder Vorversicherungsbestätigung aussteht, ist ein berechneter Beitrag noch keine verbindliche endgültige Einstufung.
Häufige Fragen zu SF-Jahren
Ist der normale Versichererwechsel eine Übertragung auf eine andere Person?
Nein. Beim Anbieterwechsel bleibt der Versicherungsnehmer derselbe; der neue Versicherer bestätigt den bisherigen Schadenverlauf. Eine Übertragung an eine andere Person hat eigene Voraussetzungen.
Kann jeder beliebig viele schadenfreie Jahre übernehmen?
Nein. Versicherer begrenzen die Anrechnung nach ihren Bedingungen; die eigene Fahrerfahrung kann dabei eine wichtige Grenze sein.
Behält die abgebende Person ihre SF-Jahre?
Bei der Übertragung an eine andere Person in der Regel nicht. Der abgegebene Schadenverlauf steht dann nicht weiterhin unverändert für den eigenen Vertrag zur Verfügung. Die Folgen legt der Versicherer nach seinen Bedingungen fest.
Fach- und Anbieterinformationen
Ob und wie viel angerechnet wird, richtet sich nach den Bedingungen des betreffenden Versicherers. Eine Übertragung an eine andere Person ist von einem gewöhnlichen Anbieterwechsel zu unterscheiden.
Für verschiedene Versicherer dieselben Fahrzeug- und Fahrerangaben verwenden und die endgültige SF-Bestätigung abwarten.
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